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Kuratierte Sektionen, etablierte Galerien und neue Positionen, die unsere Gegenwart reflektieren – jedes Jahr im Frühjahr auf dem Areal Böhler in Düsseldorf, wo Sammler*innen, Künstler*innen, Galerist*innen und Besucher*innen aufeinandertreffen.

Bewerbung zur Art Düsseldorf 2027
Das Bewerbungsportal für die kommende Ausgabe öffnet am 1. September.
Galerien-FAQ →Kuratorische Themen 2027.
Kuratorische Themen geben jeder Ausgabe der Art Düsseldorf eine gemeinsame Perspektive. Die Galerien greifen sie in ihren Präsentationen auf – über die Grenzen des eigenen Standes hinaus. Die Themen für 2027:

The Power of Words
Künstlerische Arbeiten, die sich mit Sprache, Schrift, Text, Stimme oder KI-generierter Sprache auseinandersetzen. Im Spannungsfeld von Textkunst, gesprochenem Wort und dekolonialen Perspektiven untersucht die Kunst der eingereichten Künstler*innen, wie Sprache Wahrnehmung prägt, Machtstrukturen sichtbar macht und neue Ausdrucksformen eröffnet.

Thinking with Material
In einer zunehmend digitalen Welt gewinnen Handwerk und Materialität in der zeitgenössischen Kunst neue Bedeutung. Künstler*innen arbeiten mit natürlichen, recycelten und innovativen Materialien und verbinden traditionelle Techniken mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen. Die bewusste Rückkehr zu Handwerk, Textil, Keramik, Holz, Glas und anderen materiellen Prozessen setzt einen Gegenpol zu virtuellen und algorithmischen Bildwelten und steht für Präsenz und die unmittelbare Erfahrung von Kunst. Das Material ist dabei nicht passiver Träger einer Idee, sondern Ort ihrer Entstehung: Im Arbeiten mit dem Material – in seinem Widerstand, seinen Eigenheiten – beginnt ein Denken, das vom Material ausgeht und sich erst im Werk, vor den Augen der Betrachter*innen, entfaltet.

Roots & Identities
Über Generationen hinweg setzen sich Künstler*innen mit Fragen von Identität, Herkunft und Zugehörigkeit auseinander. Während ältere Generationen häufig persönliche, kulturelle oder geografische Wurzeln reflektieren, erweitert die junge Generation diese Perspektiven um die Einflüsse einer global vernetzten und digitalen Welt. Persönliche Erfahrungen, familiäre Geschichten und kulturelles Erbe treffen auf neue Formen von Gemeinschaft und Selbstverständnis. Präsentiert werden sollen Arbeiten, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden und zeigen, wie Identität sich stetig weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

